Interessante Spekulation … Und nicht ganz unplausibel …
Wenn es denn so wäre und der Trader sein Währungsrisiko im Schweizer Franken nicht abgedeckt hatte, wirbelt ein solcher Kurssprung wie der nach der Ankündigung der Schweizer Notenbank die 1,20 als Unterkurs festzulegen, jedes Risikomodell gehörig durcheinander.
Und ich würde dann weniger darüber nachdenken, ob der Trader Schuld ist oder die Bank, sondern eher darüber nachdenken, ob das dann nicht wieder ein Beispiel für einen “Schwarzen Schwan” ist. Eines dieser Ereignisse, die scheinbar nicht vorhersehbar sind und deren Wahrscheinlichkeit daher massiv unterschätzt wird. Wie ein Erdbeben direkt vor der Küste Japans. Oder ein Kurssprung einer Währung um 8% in nur einer Stunde.
Und weil das soooo selten ist, berücksichtigt man das in den Modellen nicht. Gleichzeitig vertraut man aber den Modellen 1000%ig, lässt keinerlei Zweifel daran zu und plant AKW-Standorte danach oder investiert Milliardensummen auf Basis dieser Modelle …
Update (12:00):
So, nach einem Hinweis von TeraEuro auf Twitter habe ich auch wieder den Artikel wiedergefunden, in dem ich die Spekulation zum ersten Mal gesehen habe … Darin auch der Chart der Schweizer Franken und der Facebook-Kommentar kurze Zeit später “I need a miracle” …
11:52 am • 17 September 2011